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Erfahrungen aus der Zeitarbeit gefragt

Thema Höchstüberlassungsdauer - wie rechnen Sie?

Als Beispiel im Metier mit den kurzen "Event-Einsätzen" könnte es relevant sein, und einem - bei entsprechender Anwendung - m. E. einen großen Spielraum bei dem Thema Höchstüberlassungsdauer verschaffen kann.

In den "Fachlichen Weisungen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz" vom 01.04.17 findet man auf Seite 26 folgendes Beispiel ("Variante 4"):
V(erleiher) hat L(eiharbeitnehmer) bereits vom 20.01.2018 bis 15.02.2018 (Einsatz 2) und vom 12.06.2017 bis 24.11.2017 an E(ntleiher) überlassen (Einsatz 3). Da zwischen den Einsätzen 1 und 2 sowie zwischen den Einsätzen 2 und 3 jeweils nicht mehr als drei Monate liegen, sind sowohl Einsatz 2 (27 Tage bzw. ein Teilmonat 27/30) als auch Einsatz 3 (fünf volle Monate -12.06.2017 bis 11.11.2017 und 13 Tage bzw. ein Teilmonat 13/30 -12.11.2017 bis 24.11.2017) und damit insgesamt ein Zeitraum von sechs Monaten und 10 Tagen zu berücksichtigen. V(erleiher) kann L(eiharbeitnehmer) noch für elf Monate und 20 Tage an E überlassen.
Ich empfehle, den gesamten Teil auch mit den vorangegangenen Beispielen zu lesen, aber auch so wird m. E. deutlich, wie die Regelung anzuwenden ist: die beiden erwähnten Einzeleinsätze zählen jeweils nur mit ihre jeweilige Dauer in die maximal zulässigen 18 Monate.
Die Zeit zwischen den Einsätzen zählt nicht in die Überlassungsdauer, wenn die AÜVs so formuliert sind , das die schriftlichen Verträge nur genau den Zeitraum der tatsächlichen Überlassung enthalten, denn (Seite 23):
Für die Bestimmung der Überlassungsdauer ist die vertragliche Vereinbarung der Überlassung zwischen Verleiher und Entleiher maßgeblich.
In der Mitgliederinfo des iGZ vom 21.03.2017 wird diese Auslegung ebenfalls so beschrieben:
Für die Bestimmung der Überlassungsdauer stellt die BA auf die vertragliche Vereinbarung der Überlassung ab. Es ist somit zu empfehlen, mit Einsatzende den Arbeitnehmerüberlassungsvertrag oder, wenn mit Rahmenverträgen gearbeitet wird, den Einzelarbeitnehmerüberlassungvertrag, nachweislich zu beenden. Nicht zu empfehlen ist hingegen, den AÜV lediglich ruhend zu stellen. Letzteres könnte nämlich zu einer Anrechnung dieser Zeiten auf die gesetzlich relevante Überlassungsdauer führen. Die BA hat auch klar gestellt, dass eine Verteilung der Arbeitszeit auf weniger als 5 Tage pro Woche unbeachtlich und somit die gesamte Woche für die Überlassungsdauer anzurechnen ist. Auf die arbeitszeitliche Ausgestaltung soll es demgemäß nicht ankommen.

Nun sind Ihre Erfahrungen aus der Zeitarbeit gefragt bzw. wie setzen Sie es in der "Wirklichkeit" um?

 

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